Dem Schlafsack gebührt eine sehr hohe Aufmerksamkeit beim Ausrüstungskauf.
Gerade bei Touren in denen es nachts etwas kälter wird, ist ein guter
Schlafsack sehr wichtig.
Dabei muss er zwei Grundanforderungen erfüllen,
die jedoch meist nicht so recht zusammenpassen wollen: Er muss sowohl
leicht sein und ein kleines Packmaß haben, als auch nachts
dem Benutzer schön warm halten.
Schlafsäcke gibt es zu hunderten. Sie unterscheiden sich im Schnitt,
in der Füllung, aber vor allem im Gewicht und im Preis.
Bei der Füllung unterscheidet man zwischen Kunstfaser- und Daunenfüllung.
Die Entscheidung für eine der beiden Füllmöglichkeiten
sollte man sich genau überlegen. Auch hier ist eine gute Beratung
in Spezialgeschäften unerlässlich.
Unüberetroffen ist die gute Isolierfähigkeit der Daune, die
zudem eine längere Lebensdauer als Kunstfaser hat. Dagegen ist
Nässe der größte Feind der Daunen. Kunstfasern nehmen
lediglich sehr wenig Wasser auf und wärmen selbst dann noch in
befriedigendem Maße. Wird ein Daunen-Schlafsack nass, veringert
sich die Isolierfhäigkeit sehr rasch. Zudem trocknen Kunstfaser-Schlafsäcke
schneller.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Form und die Größe
des Schlafsacks. Je besser der Schlafsack dem eigenen Körper angepasst
ist, desto schneller wird der wenige, noch verbleibende Raum aufgewärmt.
Bleibt jedoch zu viel leerer Raum in einem Schlafsack wird viel Körperwärme
verschwendet, um den ungenutzten Raum zu erwärmen.
Auf jeden Fall sollte man die Hände von Billig-Schlafsäcken
lassen. Diese sind nicht für längere Trekking-Touren geeignet.
Zudem sollte man auch darauf achten, ob man wirklich einen Schlafsack
braucht, dessen Komforttemperatur -25 Grad beträgt. Bei den meisten
Touren sind solche Temperaturen unrealistisch. Nicht von Zahlen oder
Ausstattungsmerkmalen beindrucken lassen und eher den tatsächlichen
Anforderungen der Tour anpassen.